Ok, diese Aktion ist nicht mehr ganz neu, ich persönlich kannte sie aber nicht. ACCESS ist eine Installation, die es Usern erlaubt, Passanten an einem bestimmten Ort mit einem Scheinwerfer zu verfolgen.

Laut Website nutzt ACCESS dabei „control tools generated by the surveillance technology combined with the advertising and Hollywood industries, and the internet.”

Konkret heißt das, dass User ein Webinterface besuchen, dabei einen Live Stream beobachten und sich so ihre Überwachungspersonen aussuchen können. Einmal angeklickt, erscheint dann der Spot und verfolgt die jeweilige Person, bis sie aus dem Blickfeld der Kamera verschwindet.

Die Installation wurde von Marie Sester konzipiert und unterstützt von Eyebeam und der Creative Capital Foundation (beide aus New York).

ACCESS wurde bereits auf einigen Veranstaltungen gezeigt und ist nun dauerhaft installiert im ZKM | Center for Art and Media in Karlsruhe. Das Tolle dabei ist, dass das Ganze natürlich auch ausprobiert werden kann. Macht schon Spaß, muss ich sagen …

Kommentar schreiben , 31.07.2008, 10:58 Uhr


Ein Vorteil von interaktiver und digitaler Außenwerbung ist, dass sie messbar wird. Ok, es gibt natürlich schon Methoden, die theoretischen Kontakthäufigkeiten eines Plakatstandortes zu bestimmen. Wenn Passanten ein Plakat aber „klicken“ können (z. B. per Handy und QR-Code), steigert dies die Qualität der Aussagen über den Erfolg einer Kampagne natürlich enorm.

Doch auch ohne direkte Interaktion (den „Klick“) mit der Werbefläche machen sich einige Unternehmen daran, die tatsächlichen Kontakte mit digitalen Außenwerbeflächen eindeutiger zu bestimmen. Firmen wie Quividi setzen dabei auf Kameras, die Gesichter erkennen, wenn diese auf Werbung blicken.

Und wenn das nicht schon reichen würde! Das System kann auch Geschlecht und das ungefähre Alter der Betrachter bestimmen. Das Ziel dabei: Passende Werbung, je nach Passant zu zeigen. Minority Report lässt grüßen! Und so gibt es schon die ersten Interessensgruppen, die diese Form von Messung unterbinden wollen.

Für alle, die mehr darüber erfahren möchte, empfehlen wir einen umfangreichen Artikel zum Thema auf den Seiten der New York Times.

Kommentar schreiben , 06.06.2008, 16:52 Uhr