3


Hmmm, dieser Case ist etwas komplizierter. Stellt Euch vor, Ihr stoßt auf eine Print-Anzeige mit lauter pixeligen Kästchen und dem Aufruf, eine Software auf dem Handy zu installieren. Mit der Software soll dann das Geheimnis dieser Kästchen gelüftet werden.

Gesagt, getan, Ihr ladet Euch das Programm ‘runter und – schwups – erscheint auf der Tageszeitung eine 3D-Animation eines Geparden, die sich abhängig vom Blickwinkel auch noch dreht. Sichtbar ist der Gepard aber nur durch Eure Handykamera. Dieses “Ich sehe, ’was was Du nicht siehst” nennt sich Augmented Reality View definition in a new window.

Klar, da sind viele Hürden dabei, damit die Leser tatsächlich mitmachen. Einfach so Software ’runterladen – wer macht das schon! Aber in diesem Fall konnte sich der Wellington Zoo wohl auf die Mundpropaganda verlassen und es hat geklappt: 32 Prozent mehr Besucher während der Kampagnenzeit. Möglich wird diese Zauberei durch das Zusammenspiel der Software und einer Orientierungsmarke in der Zeitungsanzeige. Solange die Nutzer ihr Handy über dieser Marke halten, dreht sich das Tier auf ihrem Handy in die jeweilige Richtung.

Diese Augmented-Reality-Kampagne zeigt besonders schön, wie ein altes Medium, die lokale Tageszeitung (mit einer Reichweite von 750.000 Menschen), mit den innovativen Möglichkeiten eines Handys verknüpft werden kann.

YouTube Preview Image

Die Technik basiert auf der Entwicklung des HITlabs der University of Canterbury in Christchurch NZ und wurde kreativ vonSaatchi & Saatchi und der HyperFactory für den Wellington Zoo eingesetzt.

Link.

3 Kommentar schreiben , 16.04.2008, 18:24 Uhr

Fakten     Lesenswert

1


Der mobile Internetzugang wird immer populärer, auch wenn die Entwicklung in Deutschland noch ein wenig hinter Ländern wie Japan, Süd-Korea, UK oder auch Österreich hinterherhinkt. Dennoch wird es Zeit, sich Gedanken zu machen, welche Rolle und Bedeutung der mobile Internetzugang in naher Zukunft haben wird.

Die größte, vielleicht sogar revolutionärste Kraft, die von der Entwicklung des mobilen Internets ausgeht, ist die Verbindung zweier Welten. Denn aufgrund der Mobilität des Handys verbinden sich virtuelle und physische Welten und sorgen somit für völlig neue Formen der Kommunikation.

Das „Welt Weite Web“ war bislang doch eher ein Land, das besucht werden kann, indem sich die User an einen (Schreib-)Tisch begeben und einen Computer einschalten. Doch erst jetzt, da dieser Internetzugang so mobil geworden ist, dass er in jede Hosentasche passt, wird das Web wirklich „World Wide“ – zu jeder Zeit, an jedem Ort nutzbar. Dadurch umgibt das Internet die physische Welt, in der wir uns täglich bewegen plötzlich wie eine zweite Haut, und jedes “anfassbare” Objekt kann im Grunde mit einem digitalen Inhalt “verlinkt” werden.

Von dieser Entwicklung werden viele Bereiche profitieren und betroffen sein, so auch die Außenwerbung. Unter dem Titel „Wie der mobile Internetzugang die Außenwerbung verändern wird“ haben wir unsere Gedanken zu diesem Thema zusammengefasst. Wer sich für das Thema interessiert, kann sich unser PDF zum Thema runterladen.

1 Kommentar schreiben , 27.03.2008, 12:10 Uhr