In Deutschland diskutieren wir immer mal wieder über die Gestaltung unserer Ampeln: Wollen wir das Ostampelmännchen oder doch eher die Westvariante?

In anderen Teilen der Welt wird derweil über neue Lösungen für die Signalwirkung von Ampeln nachgedacht.

Der südkoreanische Produktdesigner Hanyoung Lee hat eine Idee für ein deutliches Stopp-Signal entwickelt: eine durchscheinende Laser-Mauer aus riesigen roten Passanten. Statt eines einfachen roten Ampellichts wird sie während der roten Ampelphase auf Höhe des Fußgängerüberwegs in 2D projiziert. Die Passanten laufen dahinter, wie gehabt, einfach über die Straße .

Lee’s Chancen, mit seiner Virtual Wall die Effektivität und Sicherheit von Ampeln zu erhöhen, stehen damit anschaulich ziemlich gut – denn es wird sehr schwer sein, dieses “Signal” zu übersehen oder zu ignorieren. Die Hemmung, durch so eine Mauer zu fahren, ist psychologisch wohl auch eher als hoch zu bewerten.

Aktuell ist das Projekt noch eine reine Studie, wie ich denke, aber schon jetzt ein Sprungbrett für kreative Werbeideen, die gerade im Socialbereich eingesetzt werden könnten.

So richtig interaktiv ist die Idee auch noch nicht, aber die Abstraktion hin zu einem Trafficlight, das auf Bedarf reagiert oder auch nur auf Bewegung, ist nicht weit.

Wer sich für die technischen Details interessiert, kann sich bei Yanko Design auf der Website schlau machen. Lee hat dort auch noch mehr Fotos veröffentlicht.

via: Springwise.

Website und Materialquelle: Yanko Design

Videodemo: Virtual Wall

Kommentar schreiben , 14.05.2008, 17:21 Uhr