http://www.vimeo.com/4238052
Projektionen auf Gebäuden sind nichts Neues und überraschen heute keinen mehr. Meist wird dafür eine plane Fläche auf der Architektur genutzt.
Die Full-Service Agentur NuFormer Digital Media hat eine neue Methode entwickelt, mit der Animationen auf verwinkelte und schräge Flächen projiziert werden können. Damit wird das Auge durch eine perspektivisch-korrekte Darstellung getäuscht. Außerdem lassen sich die architektonischen Merkmale des Gebäudes in die Animation integrieren. Auf diese Weise werden überraschende Effekte erzielt.
Damit das möglich wird, muss das Gebäude vermessen und als 3D-Modell virtuell nachgebaut werden. Anhand dieses Modells werden dann die Animationen perspektivisch berechnet und die typischen Merkmale des jeweiligen Gebäudes ausgenutzt.
Der Nachteil: Die Projektionen werden nur aus einer Sicht richtig dargestellt.
Hmmm, dieser Case ist etwas komplizierter. Stellt Euch vor, Ihr stoßt auf eine Print-Anzeige mit lauter pixeligen Kästchen und dem Aufruf, eine Software auf dem Handy zu installieren. Mit der Software soll dann das Geheimnis dieser Kästchen gelüftet werden.
Gesagt, getan, Ihr ladet Euch das Programm ‘runter und – schwups – erscheint auf der Tageszeitung eine 3D-Animation eines Geparden, die sich abhängig vom Blickwinkel auch noch dreht. Sichtbar ist der Gepard aber nur durch Eure Handykamera. Dieses “Ich sehe, ’was was Du nicht siehst” nennt sich Augmented Reality
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Klar, da sind viele Hürden dabei, damit die Leser tatsächlich mitmachen. Einfach so Software ’runterladen – wer macht das schon! Aber in diesem Fall konnte sich der Wellington Zoo wohl auf die Mundpropaganda verlassen und es hat geklappt: 32 Prozent mehr Besucher während der Kampagnenzeit. Möglich wird diese Zauberei durch das Zusammenspiel der Software und einer Orientierungsmarke in der Zeitungsanzeige. Solange die Nutzer ihr Handy über dieser Marke halten, dreht sich das Tier auf ihrem Handy in die jeweilige Richtung.
Diese Augmented-Reality-Kampagne zeigt besonders schön, wie ein altes Medium, die lokale Tageszeitung (mit einer Reichweite von 750.000 Menschen), mit den innovativen Möglichkeiten eines Handys verknüpft werden kann.
Die Technik basiert auf der Entwicklung des HITlabs der University of Canterbury in Christchurch NZ und wurde kreativ vonSaatchi & Saatchi und der HyperFactory für den Wellington Zoo eingesetzt.
