http://www.vimeo.com/4238052
Projektionen auf Gebäuden sind nichts Neues und überraschen heute keinen mehr. Meist wird dafür eine plane Fläche auf der Architektur genutzt.
Die Full-Service Agentur NuFormer Digital Media hat eine neue Methode entwickelt, mit der Animationen auf verwinkelte und schräge Flächen projiziert werden können. Damit wird das Auge durch eine perspektivisch-korrekte Darstellung getäuscht. Außerdem lassen sich die architektonischen Merkmale des Gebäudes in die Animation integrieren. Auf diese Weise werden überraschende Effekte erzielt.
Damit das möglich wird, muss das Gebäude vermessen und als 3D-Modell virtuell nachgebaut werden. Anhand dieses Modells werden dann die Animationen perspektivisch berechnet und die typischen Merkmale des jeweiligen Gebäudes ausgenutzt.
Der Nachteil: Die Projektionen werden nur aus einer Sicht richtig dargestellt.
Werber entdecken die Augmented Reality
(AR) immer mehr als Instrument um Konsumenten zu faszinieren und mit ihren Werbebotschaften zu erreichen. Der große Vorteil dieser „erweiterten Realität“: Jedes reale Objekt erhält ein virtuelles und interaktives Double. So können Produkte z.B. von allen Seiten betrachtet oder um virtuelle Informationen ergänzt werden.
Dass Augmented Reality
nicht nur in Kombination mit z.B. Printmedien und dem heimischem Bildschirm funktioniert, sondern auch direkt am POS (Point of Sale) den Kunden faszinieren kann, zeigt nun LEGO® mit einem wahren Kindheitstraum:
„Früher stand ich im Spielwarenladen oft vor einem Regal bunt-illustrierter LEGO®-Verpackungen, ohne genau zu wissen wie genau das Spielzeug darin aussieht oder funktioniert. Ich wollte viel lieber das Spielzeug direkt in die Hand nehmen und von allen Seiten betrachten. Im Fall von LEGO® ein ganz besonderes Problem, denn selbst wenn ich die Verpackung geöffnet hätte, würde es noch einige Zeit dauern und etwas Konstruktionsgeschick erfordern, bis ich wüsste wie eine Polizeistation oder ein Hydraulik-Bagger dreidimensional und in voller Action aussieht bzw. funktioniert.“
Der dänische Spielwarenhersteller LEGO® testet nun zusammen mit dem Münchener Augmented Reality Spezialisten Metaio die DIGITAL BOX.
Das Prinzip ist einfach: Hält man eine LEGO® -Verpackung vor die Kamera des interaktiven Terminals, erkennt das System die Verpackung und gibt den fertig zusammen gebauten Inhalt in Form von live-animierten 3D-Szenen auf dem Display wieder.

Hmmm, dieser Case ist etwas komplizierter. Stellt Euch vor, Ihr stoßt auf eine Print-Anzeige mit lauter pixeligen Kästchen und dem Aufruf, eine Software auf dem Handy zu installieren. Mit der Software soll dann das Geheimnis dieser Kästchen gelüftet werden.
Gesagt, getan, Ihr ladet Euch das Programm ‘runter und – schwups – erscheint auf der Tageszeitung eine 3D-Animation eines Geparden, die sich abhängig vom Blickwinkel auch noch dreht. Sichtbar ist der Gepard aber nur durch Eure Handykamera. Dieses “Ich sehe, ’was was Du nicht siehst” nennt sich Augmented Reality
.
Klar, da sind viele Hürden dabei, damit die Leser tatsächlich mitmachen. Einfach so Software ’runterladen – wer macht das schon! Aber in diesem Fall konnte sich der Wellington Zoo wohl auf die Mundpropaganda verlassen und es hat geklappt: 32 Prozent mehr Besucher während der Kampagnenzeit. Möglich wird diese Zauberei durch das Zusammenspiel der Software und einer Orientierungsmarke in der Zeitungsanzeige. Solange die Nutzer ihr Handy über dieser Marke halten, dreht sich das Tier auf ihrem Handy in die jeweilige Richtung.
Diese Augmented-Reality-Kampagne zeigt besonders schön, wie ein altes Medium, die lokale Tageszeitung (mit einer Reichweite von 750.000 Menschen), mit den innovativen Möglichkeiten eines Handys verknüpft werden kann.
Die Technik basiert auf der Entwicklung des HITlabs der University of Canterbury in Christchurch NZ und wurde kreativ vonSaatchi & Saatchi und der HyperFactory für den Wellington Zoo eingesetzt.
Die Vorliebe der Japaner für alles verwüstende Ungeheuer hat ja Tradition. Was liegt also näher, als für den Film „The Water Horse“ („Mein Freund, der Wasserdrache“), in dem es um ein Seeungeheuer geht, ein ebensolches in der Bucht von Tokio auftauchen zu lassen? Für den 3D- Film wurde feiner Wassernebel versprüht, auf den dann der ca. 15 Meter hohe Film projiziert wurde. Das Ganze funktioniert zwar nur im Dunkeln, wie es bei Projektionen meistens der Fall ist, dort aber richtig gut.
Der Film ist übrigens kein „Godzilla Film“, sondern eher etwas für Kinder. Die Aktion ist aber trotzdem (oder gerade deshalb?) super.
