In Deutschland diskutieren wir immer mal wieder über die Gestaltung unserer Ampeln: Wollen wir das Ostampelmännchen oder doch eher die Westvariante?

In anderen Teilen der Welt wird derweil über neue Lösungen für die Signalwirkung von Ampeln nachgedacht.

Der südkoreanische Produktdesigner Hanyoung Lee hat eine Idee für ein deutliches Stopp-Signal entwickelt: eine durchscheinende Laser-Mauer aus riesigen roten Passanten. Statt eines einfachen roten Ampellichts wird sie während der roten Ampelphase auf Höhe des Fußgängerüberwegs in 2D projiziert. Die Passanten laufen dahinter, wie gehabt, einfach über die Straße .

Lee’s Chancen, mit seiner Virtual Wall die Effektivität und Sicherheit von Ampeln zu erhöhen, stehen damit anschaulich ziemlich gut – denn es wird sehr schwer sein, dieses “Signal” zu übersehen oder zu ignorieren. Die Hemmung, durch so eine Mauer zu fahren, ist psychologisch wohl auch eher als hoch zu bewerten.

Aktuell ist das Projekt noch eine reine Studie, wie ich denke, aber schon jetzt ein Sprungbrett für kreative Werbeideen, die gerade im Socialbereich eingesetzt werden könnten.

So richtig interaktiv ist die Idee auch noch nicht, aber die Abstraktion hin zu einem Trafficlight, das auf Bedarf reagiert oder auch nur auf Bewegung, ist nicht weit.

Wer sich für die technischen Details interessiert, kann sich bei Yanko Design auf der Website schlau machen. Lee hat dort auch noch mehr Fotos veröffentlicht.

via: Springwise.

Website und Materialquelle: Yanko Design

Videodemo: Virtual Wall

Kommentar schreiben , 14.05.2008, 17:21 Uhr


YouTube Preview Image

Jung von Matt/next hat eine Wall – Adobe jetzt auch. Erst war sie mobil, jetzt steht sie stationär in NY. Damit hat sich Adobe zum Launch der neuen CS3-Software einen echten Knaller in Sachen Produktdemo erlaubt. Adobe platzierte eine interaktive Installation auf verschiedenen Events in den USA. Künstler projizierten ihre Motive auf eine holographisch anmutende Wand, und jeder konnte mit einem Wii-Controller als Stiftersatz das Motiv mit einer vereinfachten Version der CS3 bearbeiten.

Aus der Live-Demo der Software wurde so vielmehr eine Kunstinstallation mit Mitmachoption. Das Event war mit dem Internet connected und jeder konnte sein gerade erstelltetes Werk uploaden und auch eigene Bilder auf der Wall erscheinen lassen.

Die Flickr-Galerie und weitere YouTube Videos zum Event findet Ihr hier (1 und 2).

YouTube Preview Image

Nun ist das Event aber vorüber und die Installation wurde ins Schaufenster des Virgin Mega Store in New York verfrachtet. Somit können jetzt auch Passanten mit der Wand interagieren, oder sollte ich eher sagen „spielen“? Denn statt des Wii-Controllers kontrollieren jetzt die Passanten mit ihrem eigenen Körper vor der Mauer die Animation .

Die Technik besteht aus einer Tracking Hardware View definition in a new window, die Bewegungen vor der Maurer per Infrarot registriert. Die Software setzt die Bewegung dann in eine Mixed-Media-Animation auf der Mauer um.

Die Adobe Wall ist ein schönes Beispiel für eine ästhetische Kreation, die dazu verführt, sich direkt vom Produktnutzen zu überzeugen. Hübsche und interaktive Werbung dringt so viel leichter in das Bewusstsein der Menschen ein. Doch sie ist nicht nur kreativ, sondern bringt auch perfekt die Kernkompetenz der Software ´rüber – ein tolles Tool für Kreative.

Die Idee stammt von Goodby, Silverstein & Partners. Designed wurde die 95 Quadratmeter große Mauer in NY City von der Brand New School und Obscura Digital.

Mehr Videos (1 und 2). Zu den Artikel von Blitzagency, Gizmodo und der NY Times.

Studien belegen bereits die starke Wirkung des interaktiven Faktors in der Werbung. Die knallharten Zahlen findet Ihr bald hier.

Kommentar schreiben , 17.04.2008, 14:15 Uhr