In Peking steht eine 1.900 m² große LED-Wand. Das Besondere: sie produziert ihren eigenen Strom. Das Display besteht aus tausenden photoelektrischer Zellen, die tagsüber Energie sammeln, um abends die Videos von Künstlern aus der ganzen Welt abzuspielen. Eine externe Stromversorgung ist daher nach Angaben des Herstellers nicht nötig – die Anlage produziere sogar mehr Energie als sie verbrauche.

Das New Yorker Architekten- und Medienbüro Simone Giostra & Partners hat gemeinsam mit dem Plannungsbüro Arup das System entwickelt. Ihre Vision: auch zukünftig soll die LED-Wand weiterhin für Kunstprojekte genutzt werden. „GreenPix is exclusively dedicated to showing media art“, sagt Giostra.

Eingeweiht wurde das weltgrößte farbige LCD-Display zum Start der Olympischen Spiele. Wie die Wand nach den olympischen Spielen genutzt wird, ist noch unklar.
Wer die Macher kennen lernen möchte, bekommt auf dem Media Facades Festival Berlin im Oktober die Chance dazu.

Weitere Infos, Bilder und einen Led-Wall-Simulator gibt es auf der Greenpix-Website.

Kommentar schreiben , 24.08.2008, 13:52 Uhr


Schon wieder Japan, schon wieder Tokyo, aber wenigstens mal ein anderer Stadtteil – Ginza nämlich, in dessen Hauptstraße sich auch der Firmensitz von Sony befindet.

Und dieses Gebäude war ein zentrales Element der „Live Color“ Promotion für Sonys Bravia Fernseher. Das Hochhaus wurde nämlich mit insgesamt 16.000.000 LEDs ausgestattet, deren Farbe über eine Website gesteuert werden konnten.

Auf der dazugehörigen Website lief dann zum einen der „Bravia TV Spot“, zum anderen ein Live Stream vom Gebäude. Aus dem TV Spot konnten nun, mit einem Pipetten Werkzeug, beliebige Farben entnommen und auf das Livebild des Gebäudes aufgetragen werden. Die LED des echten Gebäudes passten nach wenigen Sekunden ihre Farbe entsprechend an und Webuser und Passanten konnten gleichermaßen die Änderungen betrachten.

Das Projekt räumte reihenweise Awards ab dieses Jahr und wurde im übrigen von derselben Agentur realisiert wie die Akarium Aktion – 777 Interactive.

YouTube Preview Image
Kommentar schreiben , 11.08.2008, 11:14 Uhr


Ok, diese Aktion ist nicht mehr ganz neu, ich persönlich kannte sie aber nicht. ACCESS ist eine Installation, die es Usern erlaubt, Passanten an einem bestimmten Ort mit einem Scheinwerfer zu verfolgen.

Laut Website nutzt ACCESS dabei „control tools generated by the surveillance technology combined with the advertising and Hollywood industries, and the internet.”

Konkret heißt das, dass User ein Webinterface besuchen, dabei einen Live Stream beobachten und sich so ihre Überwachungspersonen aussuchen können. Einmal angeklickt, erscheint dann der Spot und verfolgt die jeweilige Person, bis sie aus dem Blickfeld der Kamera verschwindet.

Die Installation wurde von Marie Sester konzipiert und unterstützt von Eyebeam und der Creative Capital Foundation (beide aus New York).

ACCESS wurde bereits auf einigen Veranstaltungen gezeigt und ist nun dauerhaft installiert im ZKM | Center for Art and Media in Karlsruhe. Das Tolle dabei ist, dass das Ganze natürlich auch ausprobiert werden kann. Macht schon Spaß, muss ich sagen …

Kommentar schreiben , 31.07.2008, 10:58 Uhr


Auch wenn wir gerade mal Sommer haben, Weihnachten steht ja schon wieder sowas von vor der Tür, dass sich das „Akarium Projekt“ aus Tokio quasi aufdrängt.

Lichtinstallationen sind nämlich auch in Japan zur Weihnachtszeit sehr beliebt und Handys ja sowieso. Daher vewundert es auch nicht, dass schon 2006 ein Projekt gestartet wurde, bei dem Passanten die Weihnachtsbeleuchtung in einer Tokioter Einkaufsstrasse per Handy steuern konnten.

Die User mussten nur eine Nummer anrufen, um mit der Beleuchtung interagieren zu können. So reagierten die aufgebauten Leuchtsäulen auf die Lautstärke und „Emotionen“ der Anruferstimmen. Zusätzlich wurde die Installation per Kamera auf eine Website gestreamt, so dass auch Webuser teilnehmen konnten.

Die Aktion wurde von Tripleseven Interactive aus Tokyo realisiert.

YouTube Preview Image
Kommentar schreiben , 26.06.2008, 11:24 Uhr


Ein Vorteil von interaktiver und digitaler Außenwerbung ist, dass sie messbar wird. Ok, es gibt natürlich schon Methoden, die theoretischen Kontakthäufigkeiten eines Plakatstandortes zu bestimmen. Wenn Passanten ein Plakat aber „klicken“ können (z. B. per Handy und QR-Code), steigert dies die Qualität der Aussagen über den Erfolg einer Kampagne natürlich enorm.

Doch auch ohne direkte Interaktion (den „Klick“) mit der Werbefläche machen sich einige Unternehmen daran, die tatsächlichen Kontakte mit digitalen Außenwerbeflächen eindeutiger zu bestimmen. Firmen wie Quividi setzen dabei auf Kameras, die Gesichter erkennen, wenn diese auf Werbung blicken.

Und wenn das nicht schon reichen würde! Das System kann auch Geschlecht und das ungefähre Alter der Betrachter bestimmen. Das Ziel dabei: Passende Werbung, je nach Passant zu zeigen. Minority Report lässt grüßen! Und so gibt es schon die ersten Interessensgruppen, die diese Form von Messung unterbinden wollen.

Für alle, die mehr darüber erfahren möchte, empfehlen wir einen umfangreichen Artikel zum Thema auf den Seiten der New York Times.

Kommentar schreiben , 06.06.2008, 16:52 Uhr

1


Gibt es eigentlich (noch) Menschen, die der Außenwerbung Beachtung schenken, und ist die digitale, interaktive Schwester irgendwie besser? Ein hoch investigativer Beitrag von FOX News, Milwaukee, bringt Licht ins Dunkel.

So sorgte ein großes, aber analoges, Plakat kürzlich für Aufregung. Es warnte nämlich vor den Gefahren von zu viel Ablenkung im Straßenverkehr und sorgte dadurch selbst für entsprechende Ablenkung. Da kommen natürlich schnell philosophische Fragestellungen auf: Hat das Plakat nun sein Ziel erreicht oder nicht?

Dazu fällt uns unweigerlich auch das größte digitale Billboard Deutschlands ein, die Münchner Allianz Arena. Je nach Spiel erstrahlt es in Rot (Bayern München), Blau (1860 München) oder Weiß (z. B. Länderspiel). Als im Februar im Rahmen des DFB Pokals das Stadtderby zwischen den Bayern und 1860 stattfand, sollte die Arena eigentlich in Rot und Blau leuchten. Das wurde aber polizeilich verboten, weil bei Messungen herauskam, dass dadurch die Unfallgefahr steigt. Ob aus Irritation oder Begeisterung ist allerdings nicht geklärt.

Was die bayrische Polizei dann wohl zu dem Beispiel aus China sagen würde?

YouTube Preview Image
1 Kommentar schreiben , 06.06.2008, 16:47 Uhr

1


Interaktive Außenwerbung View definition in a new window wird häufig mit digitalen Technologien wie QR-Codes View definition in a new window, holografische Projektion View definition in a new window oder RFID View definition in a new window verbunden. Doch das muss nicht so sein.

Dass interaktive Außenwerbung View definition in a new window auch ganz analog funktioniert, zeigt McDonald’s mit der Kampagne „Sort your Head out“.

Um auf den neuen Ein-Euro Kaffee der Fastfoodkette aufmerksam zu machen, hat DDB Stockholm ein City-Light-Poster zu einem Puzzlespiel umfunktioniert. Passanten können hier die einzelnen Puzzleteile mit der Hand in die richtige Reihenfolge schieben. Im freien Feld erscheint jedes Mal das McDonalds Logo. Wirklich eine schöne Idee, doch wie und ob das Puzzle am Ende wieder gemischt wird, bleibt offen.

Die Mechanik findet sich übrigens auch bei einem Poster von JWT Sydney für Thrifty Car & Truck Rentals wieder. Der Autovermieter wirbt hier für seine mit Navigationssystem ausgestatteten Mietwagen.

1 Kommentar schreiben , 28.05.2008, 8:27 Uhr

4


Warten kann ab jetzt mehr Spaß machen: Die Berliner Agentur Extrajetzt hat zusammen mit dem Institut Hyperwerk an der Fachhochschule Nordwestschweiz ein Konzept entwickelt, um Wartesituationen an belebten Plätzen attraktiver zu gestalten.

Das Konzept „RaveSnake“ basiert auf dem Videospiel/Handyspielklassiker „Snake“ und nutzt die weltweit erste Bluetooth-Fernsteuerung für „Public Playing“. Riesige Bildschirme werden so mit dem eigenem Handy zur Spielfläche. Bei Ravesnake können im Unterschied zum Original bis zu sieben Mitspieler gleichzeitig spielen.

Wer mitspielen möchte, lädt via Bluetooth die nur 20 Kilobyte große Applikation auf sein Handy. Anschließen kann der Spieler seine eigene Spielfigur erstellen und sich zur nächsten Partie anmelden. Über die Nummerntasten oder den Joystick des Mobiltelefons kann die Richtung der Spielfigur verändert werden. Bei Kollisionen mit einer anderen Spielerfigur oder der Spielfeldbegrenzung wird der Vibrationsalarm am Handy ausgelöst. Jener Spieler, der nach Ablauf der Zeit die längste Schlange hat gewinnt.

Ravesnake wurde 2007 erstmalig auf der Jugendmesse YOU in Berlin getestet. Mit Erfolg: In drei Messetagen fanden 400 Multiplayer-Partien statt, das Spiel wurde 4000 Mal heruntergeladen.

YouTube Preview Image

Public Playing ist eine wunderschöne Kombination der Kanäle Out-of-Home, Mobile und Online Media. Beim Spielen auf einem zentralen Großbildschirm entsteht kurzfristig eine Community aus einander fremden Mitspielern, die sich allerdings alle im unmittelbaren Umfeld des zentralen Bildschirms befinden. Viele öffentliche Plätze sind bereits jetzt mit Großbildschirmen ausgestatten und könnten technisch gesehen für Public Playing genutzt werden. Aber auch für Messestände oder Events bietet Public Playing viel Potenzial. Vorraussetzung ist natürlich das richtige Spielkonzept.

„Der Kreativität sind hinsichtlich des Spielkonzeptes zunächst einmal nur wenige Grenzen gesetzt“
David Rowald, Creative Partner von Extrajetzt.

„Uns steht die Rechenleistung eines modernen PC’s zur Verfügung, da mit dem Mobiltelefon lediglich der Spielcharakter individualisiert wird und die Steuerbefehle übertragen werden“
Martin Fleck, Hyperwerk.

Wie so ein Konzept aussehen könnte, zeigt das Projekt „Olympiaction – Dabei sein ist alles“ das in Partnerschaft von Ströer DERG Media, Jost von Brandis und Extrajetzt entstanden ist. Mit dem Projekt wollen die Partner die olympischen Spiele vom 8. bis zum 24. August 2008 in Deutschlands größte Bahnhöfe bringen. Auf Großbildschirmen können sich dann Reisende und Bahnhofsbesucher in den Disziplinen Schwimmen, Turnen, Leichtathletik und den verschiedenen Kampf-, Kraft- und Ballsportarten messen.

Wer RaveSnake einmal selbst ausprobieren möchte, hat übrigens im Oktober während des Media Facades Festivals in Berlin die Chance dazu.

4 Kommentar schreiben , 15.05.2008, 11:48 Uhr


In Deutschland diskutieren wir immer mal wieder über die Gestaltung unserer Ampeln: Wollen wir das Ostampelmännchen oder doch eher die Westvariante?

In anderen Teilen der Welt wird derweil über neue Lösungen für die Signalwirkung von Ampeln nachgedacht.

Der südkoreanische Produktdesigner Hanyoung Lee hat eine Idee für ein deutliches Stopp-Signal entwickelt: eine durchscheinende Laser-Mauer aus riesigen roten Passanten. Statt eines einfachen roten Ampellichts wird sie während der roten Ampelphase auf Höhe des Fußgängerüberwegs in 2D projiziert. Die Passanten laufen dahinter, wie gehabt, einfach über die Straße .

Lee’s Chancen, mit seiner Virtual Wall die Effektivität und Sicherheit von Ampeln zu erhöhen, stehen damit anschaulich ziemlich gut – denn es wird sehr schwer sein, dieses “Signal” zu übersehen oder zu ignorieren. Die Hemmung, durch so eine Mauer zu fahren, ist psychologisch wohl auch eher als hoch zu bewerten.

Aktuell ist das Projekt noch eine reine Studie, wie ich denke, aber schon jetzt ein Sprungbrett für kreative Werbeideen, die gerade im Socialbereich eingesetzt werden könnten.

So richtig interaktiv ist die Idee auch noch nicht, aber die Abstraktion hin zu einem Trafficlight, das auf Bedarf reagiert oder auch nur auf Bewegung, ist nicht weit.

Wer sich für die technischen Details interessiert, kann sich bei Yanko Design auf der Website schlau machen. Lee hat dort auch noch mehr Fotos veröffentlicht.

via: Springwise.

Website und Materialquelle: Yanko Design

Videodemo: Virtual Wall

Kommentar schreiben , 14.05.2008, 17:21 Uhr


Noch kein Geschenk für die geliebte Mutter? Dann ist der Service von Kinemo vielleicht das Richtige. Für schlappe 100 $ kann jeder ein Foto seiner Mutter inklusive persönlicher Nachricht auf der Website hochladen und am Muttertag (11. Mai) erscheint es dann auf dem Reuters-Screen am Times Square.

Ein Foto der jeweiligen Ausstrahlung wird natürlich auch gemacht, damit die Mama eine bleibende Erinnerung dieses Ereignisses behalten kann.

Zum diesjährigen Valentinstag gab es diese Aktion schon einmal, gesponsert von NIVEA.

YouTube Preview Image
Kommentar schreiben , 08.05.2008, 8:48 Uhr