Zum Weihnachtsfest letzten Jahres hat De Beers Diamonds eine interaktive Photoinstallation im New Yorker Central Park gesponsert.
Sie lud Paare dazu ein ihre Liebe zueinander in einem Moment festzuhalten, der so einzigartig und dauerhaft ist wie ein Diamant.
Für eine Spende von 5$ an die Elton John Aids Stiftung küssten sich tausende von Paaren auf einer kreisrunden Bühne unter einem Mistelzweig, während sie von allen Seiten mit 60 Kameras fotografiert worden.
Die daraus erstellte 360° Videoaufnahme – wie wir sie sonst nur aus Hollywood-Filmen kennen – stand anschließend zum Download und Weiterleiten auf der begleitenden Website bereit.
Schon wieder Japan, schon wieder Tokyo, aber wenigstens mal ein anderer Stadtteil – Ginza nämlich, in dessen Hauptstraße sich auch der Firmensitz von Sony befindet.
Und dieses Gebäude war ein zentrales Element der „Live Color“ Promotion für Sonys Bravia Fernseher. Das Hochhaus wurde nämlich mit insgesamt 16.000.000 LEDs ausgestattet, deren Farbe über eine Website gesteuert werden konnten.
Auf der dazugehörigen Website lief dann zum einen der „Bravia TV Spot“, zum anderen ein Live Stream vom Gebäude. Aus dem TV Spot konnten nun, mit einem Pipetten Werkzeug, beliebige Farben entnommen und auf das Livebild des Gebäudes aufgetragen werden. Die LED des echten Gebäudes passten nach wenigen Sekunden ihre Farbe entsprechend an und Webuser und Passanten konnten gleichermaßen die Änderungen betrachten.
Das Projekt räumte reihenweise Awards ab dieses Jahr und wurde im übrigen von derselben Agentur realisiert wie die Akarium Aktion – 777 Interactive.
Ok, diese Aktion ist nicht mehr ganz neu, ich persönlich kannte sie aber nicht. ACCESS ist eine Installation, die es Usern erlaubt, Passanten an einem bestimmten Ort mit einem Scheinwerfer zu verfolgen.
Laut Website nutzt ACCESS dabei „control tools generated by the surveillance technology combined with the advertising and Hollywood industries, and the internet.”
Konkret heißt das, dass User ein Webinterface besuchen, dabei einen Live Stream beobachten und sich so ihre Überwachungspersonen aussuchen können. Einmal angeklickt, erscheint dann der Spot und verfolgt die jeweilige Person, bis sie aus dem Blickfeld der Kamera verschwindet.
Die Installation wurde von Marie Sester konzipiert und unterstützt von Eyebeam und der Creative Capital Foundation (beide aus New York).
ACCESS wurde bereits auf einigen Veranstaltungen gezeigt und ist nun dauerhaft installiert im ZKM | Center for Art and Media in Karlsruhe. Das Tolle dabei ist, dass das Ganze natürlich auch ausprobiert werden kann. Macht schon Spaß, muss ich sagen …
Auch wenn wir gerade mal Sommer haben, Weihnachten steht ja schon wieder sowas von vor der Tür, dass sich das „Akarium Projekt“ aus Tokio quasi aufdrängt.
Lichtinstallationen sind nämlich auch in Japan zur Weihnachtszeit sehr beliebt und Handys ja sowieso. Daher vewundert es auch nicht, dass schon 2006 ein Projekt gestartet wurde, bei dem Passanten die Weihnachtsbeleuchtung in einer Tokioter Einkaufsstrasse per Handy steuern konnten.
Die User mussten nur eine Nummer anrufen, um mit der Beleuchtung interagieren zu können. So reagierten die aufgebauten Leuchtsäulen auf die Lautstärke und „Emotionen“ der Anruferstimmen. Zusätzlich wurde die Installation per Kamera auf eine Website gestreamt, so dass auch Webuser teilnehmen konnten.
Die Aktion wurde von Tripleseven Interactive aus Tokyo realisiert.
Was für eine Vorstellung: Du gehst ganz entspannt, möglicherweise etwas torkelnd, in die Clubtoilette, wäscht Dir die Hände (3/4 der Männer machen das immerhin). Plötzlich geht das Licht aus und Du befindest Dich mitten in einem Horrorszenario: Blutspuren an den Wänden, auf dem Boden, einfach überall. Und eine Nachricht auf dem Spiegel. Fast wie bei einer CSI Folge werden die Blutspritzer erst durch Schwarzlicht sichtbar.
Diese Schauder-Kampagne wurde für unseren Kunden 13TH STREET gemacht, einem TV-Channel der NBC. Wir haben voll auf den Überraschungsmoment gesetzt. Nur ein kurzer Augenblick, der allein durch seine Emotionalität – der pure Horror – im Gehirn hängen bleibt. Ähnlich wie bei unserer K-fee Kampagne haben wir damit gleichzeitig versucht, die Markenbotschaft “See what others don’t see!” *eindringlich* rüberzubringen.
Die Technik dahinter ist schnell erklärt. Man nehme Farbe, die nur im Schwarzlicht sichtbar ist, eine fette Schwarzlichtlampe, die mit einem Bewegungssensor gekoppelt ist. That’s it.
Falls Ihr übrigens mehr von diesen einfachen und auch interaktiven Ideen unter 1000 € sehen wollt, schaut doch auch ‘mal beim Advertising Sourcebook von Leif vorbei.


