
Wer wie ich das Warten an Bushaltestellen hasst, der wird diese Umsetzung von Cadbury genauso lieben wie ich. In England hat die Marke Bushaltestellen mit besonderen Touch-Screens ausgestattet. Sie sehen aus wie ganz normale City-Lights, sind aber hochformatige Touch-Screens ausgestattet mit interaktiven Spielen. Dadurch wird das Warten auf den wieder mal zu späten Bus zu einem Spaß für Jedermann. Beim Cadbury-Spiel muss man so viele Schoko-Eier wie möglich zerschlagen. Ein simples Spiel, was einen aber bestimmt für ein paar Minuten beschäftigt und wahrscheinlich sogar Mitwartende zum Mitmachen einläd. So bekommt das ganze gleich eine soziale Kompenente;-)
Schade, dass es die Screens nur in England gibt im Moment. Cadbury bewirbt dort sein beliebtes “Creme Egg” (Kampagne von Saatchi & Saatchi), sowas wie ein Überraschungsei mit Füllung. Tolle Idee, weil einfach und aufmerksamkeitsstark. Mehr davon!
…, das war bisher nur Lucky Luke, der uns allen aus Kindertagen bekannt ist. Intersport hat das jetzt für eine coole Kampagne aufgegriffen. Denn, was läuft einem Läufer ständig hinterher und klebt an einem wie Kaugummi?…Richtig! Der eigene Schatten. Der absolute Gegner. Schnell. Ausdauernd. Unschlagbar. Bis jetzt!
Intersport hat ein Billboard entwickelt, dass den Schatten vorbei laufender Jogger auffängt uns so die Illusion erweckt, dass der Läufer seinen eigenen Schatten abhängt. Die Zutaten: Bewegungsmelder, ein Blitzlicht und eine fluoreszierende 18/1 Folie. Ein “Flash-Billboard” der besonderen Art.
Dadurch, dass das Billboard logischerweise nur im Dunkeln funktioniert, garantiert es eine extrem hohe Aufmerksamkeit. Jeder Läufer, der vorbei läuft, wird wohl für den Rest seiner Strecke über das Billboard nachdenken. Postiert man das Billboard an einer stark frequentierten Laufstrecke, wie der Außenalster in Hamburg, kann man sicher sein, dass einige Jogger am nächsten Tag direkt in den Intersport-Laden laufen.
Ein tolles Beispiel, das mit alter Technologie etwas völlig Neues entstehen lässt.
Noch mehr Infos gibt es hier.
Werber entdecken die Augmented Reality
(AR) immer mehr als Instrument um Konsumenten zu faszinieren und mit ihren Werbebotschaften zu erreichen. Der große Vorteil dieser „erweiterten Realität“: Jedes reale Objekt erhält ein virtuelles und interaktives Double. So können Produkte z.B. von allen Seiten betrachtet oder um virtuelle Informationen ergänzt werden.
Dass Augmented Reality
nicht nur in Kombination mit z.B. Printmedien und dem heimischem Bildschirm funktioniert, sondern auch direkt am POS (Point of Sale) den Kunden faszinieren kann, zeigt nun LEGO® mit einem wahren Kindheitstraum:
„Früher stand ich im Spielwarenladen oft vor einem Regal bunt-illustrierter LEGO®-Verpackungen, ohne genau zu wissen wie genau das Spielzeug darin aussieht oder funktioniert. Ich wollte viel lieber das Spielzeug direkt in die Hand nehmen und von allen Seiten betrachten. Im Fall von LEGO® ein ganz besonderes Problem, denn selbst wenn ich die Verpackung geöffnet hätte, würde es noch einige Zeit dauern und etwas Konstruktionsgeschick erfordern, bis ich wüsste wie eine Polizeistation oder ein Hydraulik-Bagger dreidimensional und in voller Action aussieht bzw. funktioniert.“
Der dänische Spielwarenhersteller LEGO® testet nun zusammen mit dem Münchener Augmented Reality Spezialisten Metaio die DIGITAL BOX.
Das Prinzip ist einfach: Hält man eine LEGO® -Verpackung vor die Kamera des interaktiven Terminals, erkennt das System die Verpackung und gibt den fertig zusammen gebauten Inhalt in Form von live-animierten 3D-Szenen auf dem Display wieder.

Jeder hat wohl irgendwo in seinem Leben schon einmal heimlich etwas hingekritzelt: in der Schule auf den Tisch, in der U-Bahn an die Wand oder im öffentlichen Klo an die Tür. Manche haben das perfektioniert und nennen es Graffiti. Jeder kennt das mulmige Gefühl, das man dabei hat. Es ist der Reiz des Verbotenen. Eine neue OOH-Kampagne nutzt jetzt genau dieses Gefühl und stellt interaktive City Lights auf, die jeder bekritzeln kann und bekritzeln soll. Einfach eine Farbe aussuchen und los geht’s.

Allerdings weiß niemand so recht, wer dahinter steckt. Coolhunter hat als Erstes darüber berichtet und die Kampagne dem Marker-Hersteller Sharpie zugeschrieben. Etliche Blogs sind nachgezogen und haben die Meldung übernommen. Sharpie selbst dementiert nun allerdings auf seinem eigenen Blog, dass sie diese, wenngleich grandiose Kampagne, initiiert haben.
Ich konnte das Rätsel auch noch nicht lösen. Jedoch ist auf dem rechten Foto ganz klar ein deutsches Kennzeichen zu sehen und wenn mich nicht alles täuscht sind die Fotos in Hamburg entstanden. Links sieht man die Hochbahn beim Baumwall, oder? Allerdings sind mir diese City Lights hier in Hamburg noch nicht aufgefallen. Wer weiß mehr?
Was ist es nun? Eine geschickt gemachte Virale Kampagne, die mächtig Buzz erzeugen soll? Einfach nur ein Fake? Oder eine Kampagne, von der einfach noch keiner Wind bekommen hat? Die Idee solcher interaktiver City Lights ist auf jeden Fall cool und ich bin gespannt, ob ich mal eines zu Gesicht bekomme.
Erinnern tut mich diese Kampagne an ein weiteres Beispiel aus Hamburg. Ist schon 1,5 Jahre her, der Ansatz ist der gleiche. Allerdings ist die Umsetzung noch ein bißchen cooler. Mit Hilfe des Handys konnte man ein interaktives City Light besprühen.

Kreation: Benjamin Busse, Design Factory International, Hamburg.
Noch mehr Infos hier und hier.
Es ist Interaktivität auf niedrigstem Niveau, aber die Idee stösst einiges an. Sie zeigt, dass Interaktivität nicht immer mit viel Technik und blinkenden Screens zu tun haben muss, sondern auch ganz einfach sein kann. Springwise nennt das Ganze schlicht: Free Love.

In Österreich hat Northland die Kampagne gelauncht. Sie schenkt den Menschen echte Produkte. Ganz normale 18/1 Billboards werden mit echten Markenprodukten von Northland behangen und jeder, der vorbei geht, kann etwas mitnehmen. Handschuhe, Schals, Mützen, alles was man im Winter gut gebrauchen kann. Die Produkte hängen allerdings so hoch, dass man sich schon etwas Mühe geben muss, um heranzukommen.
Spinnt man die Idee ein bißchen weiter, könnte man kleine Rätsel einbauen, die gelöst werden müssen, um an ein Produkt ranzukommen. Man hängt die Produkte in unerreichbare Höhen und durch SMS kann man sie auslösen, wenn man die richtige Lösung hat…
Die Kampagne hat in Österreich und darüber hinaus einigen Buzz erzeugt. Sie passt toll zu dem kalten Jahrhundertwinter und in die frohe Weihnachtszeit.
Mehr Bilder der Kampagne gibt es hier.
In Peking steht eine 1.900 m² große LED-Wand. Das Besondere: sie produziert ihren eigenen Strom. Das Display besteht aus tausenden photoelektrischer Zellen, die tagsüber Energie sammeln, um abends die Videos von Künstlern aus der ganzen Welt abzuspielen. Eine externe Stromversorgung ist daher nach Angaben des Herstellers nicht nötig – die Anlage produziere sogar mehr Energie als sie verbrauche.
Das New Yorker Architekten- und Medienbüro Simone Giostra & Partners hat gemeinsam mit dem Plannungsbüro Arup das System entwickelt. Ihre Vision: auch zukünftig soll die LED-Wand weiterhin für Kunstprojekte genutzt werden. „GreenPix is exclusively dedicated to showing media art“, sagt Giostra.
Eingeweiht wurde das weltgrößte farbige LCD-Display zum Start der Olympischen Spiele. Wie die Wand nach den olympischen Spielen genutzt wird, ist noch unklar.
Wer die Macher kennen lernen möchte, bekommt auf dem Media Facades Festival Berlin im Oktober die Chance dazu.
Weitere Infos, Bilder und einen Led-Wall-Simulator gibt es auf der Greenpix-Website.
Schon wieder Japan, schon wieder Tokyo, aber wenigstens mal ein anderer Stadtteil – Ginza nämlich, in dessen Hauptstraße sich auch der Firmensitz von Sony befindet.
Und dieses Gebäude war ein zentrales Element der „Live Color“ Promotion für Sonys Bravia Fernseher. Das Hochhaus wurde nämlich mit insgesamt 16.000.000 LEDs ausgestattet, deren Farbe über eine Website gesteuert werden konnten.
Auf der dazugehörigen Website lief dann zum einen der „Bravia TV Spot“, zum anderen ein Live Stream vom Gebäude. Aus dem TV Spot konnten nun, mit einem Pipetten Werkzeug, beliebige Farben entnommen und auf das Livebild des Gebäudes aufgetragen werden. Die LED des echten Gebäudes passten nach wenigen Sekunden ihre Farbe entsprechend an und Webuser und Passanten konnten gleichermaßen die Änderungen betrachten.
Das Projekt räumte reihenweise Awards ab dieses Jahr und wurde im übrigen von derselben Agentur realisiert wie die Akarium Aktion – 777 Interactive.
Ein Vorteil von interaktiver und digitaler Außenwerbung ist, dass sie messbar wird. Ok, es gibt natürlich schon Methoden, die theoretischen Kontakthäufigkeiten eines Plakatstandortes zu bestimmen. Wenn Passanten ein Plakat aber „klicken“ können (z. B. per Handy und QR-Code), steigert dies die Qualität der Aussagen über den Erfolg einer Kampagne natürlich enorm.
Doch auch ohne direkte Interaktion (den „Klick“) mit der Werbefläche machen sich einige Unternehmen daran, die tatsächlichen Kontakte mit digitalen Außenwerbeflächen eindeutiger zu bestimmen. Firmen wie Quividi setzen dabei auf Kameras, die Gesichter erkennen, wenn diese auf Werbung blicken.
Und wenn das nicht schon reichen würde! Das System kann auch Geschlecht und das ungefähre Alter der Betrachter bestimmen. Das Ziel dabei: Passende Werbung, je nach Passant zu zeigen. Minority Report lässt grüßen! Und so gibt es schon die ersten Interessensgruppen, die diese Form von Messung unterbinden wollen.
Für alle, die mehr darüber erfahren möchte, empfehlen wir einen umfangreichen Artikel zum Thema auf den Seiten der New York Times.
Gibt es eigentlich (noch) Menschen, die der Außenwerbung Beachtung schenken, und ist die digitale, interaktive Schwester irgendwie besser? Ein hoch investigativer Beitrag von FOX News, Milwaukee, bringt Licht ins Dunkel.
So sorgte ein großes, aber analoges, Plakat kürzlich für Aufregung. Es warnte nämlich vor den Gefahren von zu viel Ablenkung im Straßenverkehr und sorgte dadurch selbst für entsprechende Ablenkung. Da kommen natürlich schnell philosophische Fragestellungen auf: Hat das Plakat nun sein Ziel erreicht oder nicht?
Dazu fällt uns unweigerlich auch das größte digitale Billboard Deutschlands ein, die Münchner Allianz Arena. Je nach Spiel erstrahlt es in Rot (Bayern München), Blau (1860 München) oder Weiß (z. B. Länderspiel). Als im Februar im Rahmen des DFB Pokals das Stadtderby zwischen den Bayern und 1860 stattfand, sollte die Arena eigentlich in Rot und Blau leuchten. Das wurde aber polizeilich verboten, weil bei Messungen herauskam, dass dadurch die Unfallgefahr steigt. Ob aus Irritation oder Begeisterung ist allerdings nicht geklärt.
Was die bayrische Polizei dann wohl zu dem Beispiel aus China sagen würde?
Interaktive Außenwerbung
wird häufig mit digitalen Technologien wie QR-Codes
, holografische Projektion
oder RFID
verbunden. Doch das muss nicht so sein.
Dass interaktive Außenwerbung
auch ganz analog funktioniert, zeigt McDonald’s mit der Kampagne „Sort your Head out“.
Um auf den neuen Ein-Euro Kaffee der Fastfoodkette aufmerksam zu machen, hat DDB Stockholm ein City-Light-Poster zu einem Puzzlespiel umfunktioniert. Passanten können hier die einzelnen Puzzleteile mit der Hand in die richtige Reihenfolge schieben. Im freien Feld erscheint jedes Mal das McDonalds Logo. Wirklich eine schöne Idee, doch wie und ob das Puzzle am Ende wieder gemischt wird, bleibt offen.
Die Mechanik findet sich übrigens auch bei einem Poster von JWT Sydney für Thrifty Car & Truck Rentals wieder. Der Autovermieter wirbt hier für seine mit Navigationssystem ausgestatteten Mietwagen.


